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Taiwans US-Vertreter betont Bedeutung von Freihandelsabkommen

  • 12-04-2014
  • Editor
Taiwans US-Vertreter betont Bedeutung von Freihandelsabkommen
Shen Lyu-shun

Taipeh – 12. April 2014. Taiwans neu ernannter Vertreter in den USA, Shen Lyu-shun, hat am Freitag die Bedeutung von Freihandelsabkommen (FTA) für Taiwans wirtschaftliche Zukunft betont. In seiner ersten Pressekonferenz seit er die Position von seinem Vorgänger King Pu-tsung übernommen hat, vertrat Shen die Meinung, dass sich die Unterzeichnung des FTA zwischen Südkorea und der EU im Juli 2011 nachteilig auf Taiwans Wettbewerbsvorteile auswirke.

Mit diesen Bemerkungen kommentierte Shen eine Frage nach dem starken innertaiwanischen Widerstand gegen das im Juni 2013 unterzeichnete Dienstleistungsabkommen mit China. Gegen das Abkommen protestierende Studenten hatten während ihrer mehr als dreiwöchigen Besetzung des Parlaments unter anderem gefordert, dass vor Inkrafttreten des Abkommens ein transparenter Kontrollmechanismus eingerichtet wird, der Verhandlungen mit China überwachen soll.

Das Vorgehen von einheimischen Kritikern des Abkommens bezeichnete Shen als „opportunistisch“ und „undemokratisch.“ Er sei zudem besorgt darüber, dass sich die Unstimmigkeiten im Hinblick auf das Dienstleistungsabkommen negativ auf die Einstellung der USA auswirken werde, die derzeit mit Taiwan über Handelsfragen verhandeln.

Gleichzeitig machte Shen deutlich, dass Washington keine Zweifel an der Entschlossenheit Taipehs habe, seine Wirtschaft weiterhin zu liberalisieren. So hätten sich die US-Verhandlungspartner in der achten Runde über das Handels- und Investitionsabkommen (TIFA) lobend zu Taiwans Lockerung von Handelsbeschränkungen geäußert. Die neue Verhandlungsrunde hat am 4. April begonnen.

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