Taipei – 16. April 2014 - Der Widerstand gegen die geplante Verabschiedung des Dienstleistungsabkommen mit China hat einen negativen Einfluss auf Gespräche für ein Freihandelsabkommen (FTA) mit anderen Länder wie dem TPP, sagte Vizeaußenminister Joseph Shih am Mittwoch im Parlament.
„Wenn wir unser Versprechen nicht halten können, so denke ich , wird dies alle anderen Ländern, die mit uns ein FTA abschließen wollen, zum Nachdenken bringen,“ sagte Taiwans Vizeaußenminister Shi.
Kritik kam dabei von der Oppositionspolitikerin Hsiao Bi-khim von der Demokratischen Fortschrittspartei (DPP). Sie protestierte gegen diese vagen, panikmachenden Äußerungen und rief Vizeminister Shi dazu auf, konkretere Angaben zu machen.
Joseph Shi sagte, dass Handelsgespräche davon betroffen seien, er aber dazu keine näheren Angaben machen wolle, dies sei Sache des Wirtschaftsministeriums.
KMT-Parlamentarier Lin Yu-fang wies darauf hin, dass das Amerikanische Institut in Taiwan keinen direkten Zusammenhang zwischen den Protesten gegen das Dienstleistungsabkommen und dem Standpunkt der USA sehe, er sich aber vorstellen könne, dass dies gelegentlich indirekt über den immer existierenden „China-Faktor“ sehr stark der Fall sein könne.