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Tsai Ing-wen kandidiert für DPP-Parteivorsitz

  • 17-04-2014
  • Editor
Tsai Ing-wen kandidiert für DPP-Parteivorsitz
Tsai bei ihrer Registrierung

Taipei – 17.4.2014 – Tsai Ing-wen, die ehemalige Vorsitzende der oppositionellen Demokratischen Fortschrittspartei DPP, hat sich heute offiziell als Kandidatin für den Parteivorsitz registiert. Tsai ist damit die bisher einzige Kandidatin für den Posten des DPP-Parteichefs, der am 25. Mai gewählt wird. Der jetzige Parteichef Su Tseng-chang und der ehemalige DPP-Chef Frank Hsieh hatten zuvor bereits erklärt, nicht mehr für den Parteivorsitz kandidieren zu wollen.

Die 57-jährige Tsai Ing-wen brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass die kommenden Wahlen im November die Partei zusammenschweißen könnten, um sich den Herausforderungen gemeinsam stellen zu können, darunter das Misstrauen der Bevölkerung in die Politik und die Parteien. Um dieses Vertrauen wiederherstellen zu können, müsse sich die Partei reformieren und den Dialog mit den Menschen suchen. Man dürfe nicht nur die Rolle des Gegenspielers einnehmen, so Tsai weiter.

Unterdessen hat sich Tsai In-wen heute für das Abhalten eines landesweiten Referendums ausgesprochen, mit dem über den weiteren Verbleib des umstrittenen vierten Atomkraftwerks in Nordtaiwan entschieden werden soll. Die Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima von 2011 hatte in Taiwans Öffentlichkeit für massive Sicherheitsbedenken hinsichtlich des erwähnten AKWs gesorgt. Laut Tsai solle die Regierung daher auf die öffentliche Meinung reagieren und die Fertigstellung des Atomkraftwerks stoppen.

Da alle sechs bisher in Taiwan abgehaltenen Referenden jedoch an dem benötigten Wähleranteil von 50 % gescheitert waren, hatte sich die Oppositionspartei zuletzt dafür eingesetzt, vor der Durchführung eines Referendums diese Beschränkung gesetzlich zu lockern. Laut Tsai sei dies der Weg, den Taiwan einschlagen müsse.

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