Taipei – 17.4.2014 – Das Außenministerium hat heute wiederholt an Japan appelliert, sich bei Taiwans ehemaligen Zwangsprostituierten im japanischen Heer zu entschuldigen und Entschädigungsleistungen zu zahlen. Dies machte Außenamtssprecherin Anna Kao am heutigen Donnerstag deutlich. Von Japan erwarte man weiterhin, dass Taiwans sogenannten Trostfrauen Gerechtigkeit widerfahre und sie mit Würde behandelt werden.
Laut japanischen Medienberichten haben Japan und Südkorea gestern eine Konferenz zu dem Thema abgehalten, bei der die japanische Seite an ihrem Standpunkt in der Frage festgehalten habe. 1993 hatte Japan in einer Stellungnahme erstmals die Tatsache anerkannt, dass während des Zweiten Weltkriegs Frauen aus Asien zur Prostitution in Japans Heer gezwungen worden waren. Taiwan fordert jedoch weiter eine offizielle Entschuldigung sowie eine Entschädigung der Opfer.
Unterdessen kam es am heutigen Donnerstag zu einem persönlichen Treffen zwischen Präsident Ma Ying-jeou und Cheng Chen-tao, einem Opfer japanischer Zwangsprostitution im Zweiten Weltkrieg. Die 92-jährige Cheng ist eine von nur fünf verbliebenen sogenannten Trostfrauen aus Taiwan, die weiterhin auf eine Entschädigung seitens der japanischen Regierung warten.