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IMD betont Bedeutung von China-Abkommen für Taiwan

  • 18-04-2014
  • Editor
IMD betont Bedeutung von China-Abkommen für Taiwan
IMD-Chefs Turpin (re) und Bris

Taipei – 18.4.2014 – Wenn das mit China unterzeichnete Dienstleistungsabkommen nicht von Taiwans Parlament ratifiziert würde, wäre dies ein großes Problem für Taiwan. Diese Angaben machte Dominique Turpin, der Präsident des International Institute for Management Development (IMD), am heutigen Freitag am Rande seines Treffens mit Präsident Ma Ying-jeou.

Turpin machte bei seinem Besuch in Taiwan deutlich, dass das Abkommen für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit Taiwans und die Entwicklung des Dienstleistungssektors von entscheidender Bedeutung sei. Wenn das bereits 2013 unterzeichnete Abkommen nicht in Kraft treten könne, laufe Taiwan Gefahr, seine Glaubwürdigkeit als Verhandlungspartner auf internationaler Ebene zu verlieren.

Eine Chance auf Neuverhandlungen mit China hinsichtlich des Abkommens, wie sie kürzlich von Demonstranten gefordert worden waren, sehe der IMD-Präsident nicht gegeben. Seinem Verständnis nach, werde sich die chinesische Seite nicht bereit zeigen, Neuverhandlungen mit Taiwan aufzunehmen. Er wies dennoch darauf hin, dass es sich kein Land erlauben könne, auf enge Wirtschaftsbeziehungen mit China zu verzichten. So sei auch Taiwan auf besondere Beziehungen zu China angewiesen.

Arturo Bris, der Direktor des Zentrums für globale Wettbewerbsfähigkeit des IMD, führte den Konflikt um das umstrittene Dienstleistungsabkommen auf eine fehlende Kommunikation zwischen Taiwans Regierung und der Bevölkerung zurück, die über die langfristigen Folgen des Abkommens nicht Bescheid wüsste. Er sei dennoch überzeugt, dass das Abkommen mehr Vorteile für Taiwan als für China mit sich bringe, so Bris.

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