Taipei – 21. April 2014 - Der „China-Faktor“ sei der Schlüssel zur Ausweitung des internationalen Handels und zur Aufnahme von Gesprächen für Freihandelsabkommen mit anderen Ländern, sagte Wirtschaftsminister Chang Jiah-chu.
Er reagierte damit auf die Äußerungen des früheren Leiters des Amerikanischen Institutes Taiwan (AIT), William Stanton, der sagte, dass das Dienstleistungsabkommen CSSTA mit China nicht für die Aufnahme in das Freihandelsabkommen TPP (Transpazifische Partnerschaft) notwendig sei.
Wirtschaftsminister Chang bedauerte, dass der Ex-AIT-Direktor trotz seines langen Aufenthaltes in Taiwan sich anscheinend nicht der Notlage Taiwans bewußt sei.
“Wenn wir mit China kein ECFA hätten, wären wir in keiner Weise in der Lage, Freihandelsabkommen mit anderen Ländern zu schließen. Dies ist eine notwendige Bedingung und auch der einzige Weg zum Beitritt in das TPP oder RCEP.“
Zur Rolle Chinas beim Betritt in das TPP sagte Taiwans Wirtschaftsminister:
„Insbesondere beim TPP ist nicht allein die USA entscheidend. Als wir unseren Betrittswunsch zum TPP äußerten, sagte die USA dies erfordere die gemeinsame Unterstützung von 12 Ländern, dies könne nicht die USA alleine tragen. Von den 12 Ländern des TPP sind bei 11 Ländern die Handelsbeziehungen mit China wenn nicht die wichtigsten dann die zweitwichtigsten.“
Wirtschaftsminister Chang sagte, dass Taiwan daher erst den Einfluß von China neutralisieren müsse, bevor es dem TPP oder dem RCEP beitreten könne. Sollte dies nicht innerhalb der nächsten drei Jahre geschehen, laufe Taiwan Gefahr, in der Weltwirtschaft marginalisiert zu werden.