Taipeh – 1. Februar 2014. Das Bezirksgericht Taipeh wird am heutigen Samstag zum vierten Mal über die Gefängnisstrafe für Chang Teh-cheng entscheiden, der am 25. Januar mit seinem Lastwagen das Tor des Präsidentenpalasts beschädigt hat.
Am Samstag Nachmittag wird sich das Gericht dem Fall aufs Neue annehmen, nachdem die Anklage bei Taiwans Oberem Gerichtshof eine Revision der Bezirksgerichtsentscheidung vom Freitag erreicht hat. Demnach wäre Chang gegen eine Kaution von 150.000 Taiwan-Dollar (3.600 Euro) frei gekommen.
Es war bereits das dritte Mal, dass die Entscheidung des Bezirksgerichts, Chang auf freien Fuß zu setzen, von Taiwans Oberem Gerichtshof zurückgewiesen wurde. Der 41-Jährige Chang war als einziger Verletzter bei dem Vorfall vom 25. Januar ins Krankenhaus eingeliefert worden und sitzt seitdem im Rollstuhl. Zuvor hatte er im Internet seine Absicht kundgetan, aus Unzufriedenheit über eine frühere Gerichtsentscheidung gegen ihn, Taiwans Präsidentenpalast mit seinem LKW beschädigen zu wollen.
Die Anklage wirft Chang unter anderem versuchten Mord vor, auf den eine Mindestgefängnisstrafe von 10 Jahren steht. Präsident Ma Ying-jeou befand sich zum Zeitpunkt des Vorfalls auf einer Auslandsreise.