Taipei – 22.4.2014 – Taiwan und die Philippinen werden voraussichtlich bis Ende Juli ein Abkommen über Fischereifragen unterzeichnen.
Der Direktor der Abteilung für Ostasien und Pazifik im Außenministerium, Benjamin He, sagte heute, beide Seiten erreichten bei Verhandlungen bereits einen Konsens. Es müssten nun noch Formulierungen des Abkommens von den obersten Behörden der Philippinen genehmigt werden. He sagte: "Gemäß ihren Angaben werden sie am 24. eine Ministerien übergreifende Sitzung einberufen. Danach können sie uns voraussichtlich über den Termin der nächsten Gespräche informieren. Bei den nächsten Gesprächen können wir wohl die Unterzeichnung vorbereiten.“
Das Außenministerium hatte ursprünglich erwartet, dass das Abkommen noch im April unterzeichnet werden könnte.
Gemäß He würden jedoch bereits vor der Unterzeichnung Inhalte zum Schutz der Fischer praktiziert.
Bei dem Abkommen geht es unter anderem um das Vermeiden von Gewalt, gegenseitige Information von Zwischenfällen im Fischereiwesen und zügige Freilassung von Fischern nach Festnahmen.
Anlass für die Fischereigespräche war ein Zwischenfall im Mai vergangenen Jahres, als ein philippinisches Boot der Küstenwache in sich überlappenden Gewässern auf ein taiwanisches Fischerboot geschossen hatte. Dabei wurde ein taiwanischer Fischer getötet. Dieser Fall hatte Streitigkeiten zwischen Taiwan und den Philippinen ausgelöst.