Taipei – 3. Februar 2014 - Taiwans Smartphone-Hersteller HTC hat sich zu einem Umbau einiger seiner Smartphones entschlossen, nachdem das Bezirksgericht in Mannheim auf einen Patentverstoß gegen eine Wireless-Anwendung des Rivalen Nokia entschieden hatte.
HTC nahm dazu in einer Börsenmeldung an der Börse Taiwans am 1. Februar Stellung. Die der Patentverletzung beschuldigte Funktionen seien veraltet und in Deutschland nicht länger verwendet, hieß es darin. Man wolle daher mögliche Veränderung an den Geräte uberprüfen, um die veraltete Technologie zu entfernen, teilte HTC mit.
Damit solle sichergestellt werden, dass es für die Kunden von HTC nur geringfügige Einschränkungen geben werde; gegen das Urteil soll Einspruch erhoben werden.
Der deutsche Patent-Experte Florian Mueller berichtete, dass das beanstandete Patent lediglich bei der Abwärtskompatibilität neuer Geräte mit auf älterer Technologie basierenden Netzwerken eine Rolle spielen, es sich dabei aber um kein wesentliches Standardpatent handeln würde.
Nokia zeigte sich über den vierten gegen HTC in Deutschland gewonnenen Patentstreit, den dritten innerhalt von zwei Monaten, erfreut. Seit 2012 hatte die Firma weltweit mehr als 50 Patentklagen gegen HTC eingereicht, von denen in einigen Fällen Verstöße bestätigt wurden.