Taipei – 23.4.2014 – In Taiwan wurde der dritte Fall der H7N9-Vogelgrippe gemeldet. Dies hatte das Krankheitskontrollamt am gestrigen Dienstag bestätigt. Bei der Patientin handelt es sich um eine 44-jährige Touristin aus der chinesischen Provinz Jiangsu, die am 17. April mit einer Reisegruppe nach Taiwan gekommen war. Sie befindet sich in einem kritischen Zustand wird derzeit auf der Intensivstation behandelt.
Laut Angaben der Behörde habe die Patientin bereits am Tag ihrer Anreise nach Taiwan über trockenen Husten und Muskelbeschwerden geklagt. Zwei Tage später sei in einem Krankenhaus eine Lungenentzündung festgestellt worden, nachdem sie weiter über Übelkeit und Fieber geklagt hatte. Wie Chuang Jen-hsiang erklärte, der Vizedirektor des Krankheitskontrollamts, habe die Patientin vor ihrer Reise nach Taiwan auf einem Markt im chinesischen Nanjing Geflügel gekauft, wo sich das Virus übertragen haben könnte.
Bisher wisse man zudem von 96 Personen, die mit der Frau in Kontakt gekommen sein könnten, darunter die übrigen Mitglieder ihrer Reisegruppe. Diese zeigten bisher jedoch keine Krankheitssymptome. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) habe man bereits über den neuesten Fall der Vogelgrippe informiert, so die Behörde. Seit April 2013 sind in Taiwan insgesamt 576 Verdachtsfälle des H7N9-Virus registriert worden. Bis auf drei Fälle waren jedoch alle bisherigen Tests negativ ausgefallen. Ein 86-jähriger Patient aus China war im Dezember 2013 an den Folgen der Infektion gestorben.