Taipei – 24. April 2014 - Vizeaußenminister Shih Ting sagte am heutigen Donnerstag, dass Taiwan weiterhin an seinen Souveränitätsansprüchen über die umstrittene Diaoyutai-Inselgruppe (jap.: Senkaku) festhalte. Daran ändere auch die Anerkennung der USA v on der Administration der Inselgruppe durch Japan nichts, sagte Vizeaußenminister Shih.
Er reagierte damit auf Aussagen von Präsident Obama gegenüber Medienvertreter Japans. Er hatte ihnen gegenüber ausgedrückt, dass die Inselgruppe unter japanischer Verwaltung und damit unter das zwischen Japan und den USA geschlossene Sicherheits- und Kooperationsabkommen falle.
Die Übertragung der Verwaltung der Inselgruppe durch die USA an Japan erfolgte im Jahr 1971. Zur Frage der Souveränität hätte die USA aber keine Stellung bezogen, sagte Vizeaußenminister Shih.
„Die USA teilten uns am 26. Mai 1971 in einer Antwort mit, dass die Verwaltungshoheit an Japan übertragen hätte, dies aber in keinster Weise die Souveränitätsansprüche der Republik China (Taiwan) beschädige und auch keinerlei Minderung der Rechte der Republik China bedeute. Am 11. November 1971 teilte uns auch der US-Senat mit, dass im Vertrag von San Franscisco (Friedensvertrag mit Japan) die Verwaltung aber nicht die Souveräntität übertragen wurde.Die Übertragung der Verwaltung reicht daher nicht aus, um daraus eine Übertragung der Souveränität abzuleiten. Dies hat daher auch keinerlei Einfluss auf unsere Souveränitätsansprüche. Ich denke, die Haltung der USA zur Souveränität über die Diaoyutai- Inseln ist die gleiche, wie seit vielen Jahren: sie nehmen dazu keinerlei Stellung ein,“ sagte Taiwans Vizeaußenminister.