Taipei – 25.4.2014 – Präsident Ma Ying-jeou und Oppositionsführer Su Tseng-chang haben am heutigen Freitag über den weiteren Verbleib des umstrittenen vierten Atomkraftwerks debattiert. Die hitzige Diskussion über 85 Minuten wurde live im Fernsehen übertragen. Dabei konnten beide Politiker in der aktuellen Atomfrage keine Einigung erzielen. Beide stimmten jedoch zu, dass in der Frage des vierten AKWs die Bevölkerung in einem Referendum über die Zukunft des Landes bestimmen sollte.
DPP-Chef Su forderte in der heutigen Diskussion auch weiterhin einen Baustopp an dem besagten AKW sowie eine Herabsenkung der Mindestwahlbeteiligung bei Referenden auf unter 50 %. Beide Forderungen lehnte Taiwans Präsident jedoch ab. Auf die Forderung Sus, das geplante Referendum so schnell wie möglich durchzuführen, entgegnete Präsident Ma, dass zunächst die Sicherheit des Werks gewährleistet sein müsse:
„Wenn die Sicherheitskontrollen beendet sind, werden wir (das AKW) noch nicht in Betrieb nehmen. Ob die Brennstäbe dann eingesetzt werden sollen, darüber lassen wir das Referendum entscheiden.“
Präsident Ma machte weiter deutlich, dass die Frage des vierten Atomkraftwerks nun schon über einen Zeitraum von 30 Jahren kontrovers diskutiert werde. Nun sei es an der Zeit, eine für die kommenden Generationen verantwortungsvolle Entscheidung zu treffen.