Taipeh – 26. April 2014. Taiwan und die Philippinen stehen offenbar davor, ein Abkommen über die Zusammenarbeit bei der Strafverfolgung auf See zu unterzeichnen. Das geht aus Aussagen des Vertreters der Philippinen in Taiwan am heutigen Samstag hervor. Wie Antonio Basilio der Nachrichtenagentur CNA in einem Interview mitteilte, könnte das Abkommen bis Ende Juli, noch vor dem Ende der Fischereisaison, unterzeichnet werden. Aus Taiwans Außenministerium hatte es zuvor ähnliche Verlautbarungen gegeben.
Laut Basilio würden philippinische Regierungsbeamte in der kommenden Woche intern über die offenen Fragen des Abkommens beraten. Allerdings handele es sich dabei nur um kleinere Fragen wie die im Abkommen verwendete Sprache und das Format. Basilio sagte weiter, er hoffe, dass beide Seiten das Abkommen schon bei der nächsten Gesprächsrunde unterzeichnen könnten.
Taiwan und die Philippinen verhandeln seit dem letzten Jahr über die Vereinbarung, nachdem ein taiwanischer Fischer im Mai 2013 von der philippinischen Küstenwache erschossen worden war. Der Vorfall ereignete sich in einem Gebiet, in dem sich die exklusiven Wirtschaftszonen der beiden Länder überschneiden. In dem Abkommen verzichten beide Seiten unter anderem auf die Anwendung von Gewalt bei der Patroullie von Firschereigebieten.