Taipeh – 26. April 2014. Taiwans Seuchenkontrollzentrum (CDC) hat am Freitag den vierten Fall von einer im Ausland erfolgten H7N9-Erkrankung bestätigt. Der Patient, ein 39 Jahre alter taiwanischer Geschäftsmann, hatte bei seiner Rückkehr aus Peking und Kunshan in Ostchina am 19. April H7N9-ähnliche Symptome gezeigt. Seit dem 23. April befindet er sich in Intensivbehandlung, so das CDC.
Bisher nicht geklärt ist die Ursache für die Ansteckung. Chuang Jen-hsiang vom Seuchenkontrollzentrum sagte: „Laut Informationen der Ärzte aus dem Krankenhaus hat der Patient keinen direkten Kontakt mit Vögeln gehabt und war auch nicht auf Märkten, auf dem lebendes Geflügel angeboten wird. Derzeit versuchen wir hinsichtlich der Ansteckungsursache mehr Fakten zu klären und haben dazu im Moment noch keine Antwort.“
Das Seuchenkontrollzentrum erklärte weiter, dass drei Familienmitglieder und ein Kollege, die in engem Kontakt zu dem Patienten standen, noch keine verdächtigen Symptome gezeigt hätten. Außerdem verfolge man die Situation des medizinischen Personals, das in Kontakt mit dem Mann stand, sowie die von acht Passagieren, die sich auf dem gleichen Flug befunden hatten. Der Fall werde derzeit der Weltgesundheitsorganisation (WHA) berichtet.
Es war bereits der zweite H7N9-Fall in Taiwan in dieser Woche. Am Dienstag war die Erkrankung mit dem Virus bei einem 44 Jahre alten chinesischen Touristen festgesellt worden. Auch die Patienten in den anderen beiden bestätigten Fällen vom 24. April und 31. Dezember letzten Jahres stammen aus China. Seit April 2013 hat es in Taiwan 581 Verdachtsfälle auf H7N9-Erkrankungen gegeben, die meisten davon stellten sich jedoch als negativ heraus.