Taipei – 28. April 2014 - Taiwans Arbeitsministerium plant für das nächste Jahr die 40-Stunden-Woche in Taiwan gesetzlich festzulegen.
Dies teilte Arbeitsminister Pan Shiwei nach einem Treffen verschiedener Kabinettskommittees mit, darunter auch das Wirtschafts- und Ausbildungsministerium und die Kommission für Landesentwicklung. Übergreifend wurden bei dem Treffen Fragen des Arbeitsmarktes, wie niedrige Löhne, lange Arbeitszeiten und die Abwanderung von Fachkräften ins Ausland besprochen.
Das Arbeitsministerium habe zwar schon einen Plan zur Absenkung der Arbeitszeit entworfen, allerdings erweisen sich die strukturellen Anpassungen in der Industrie als recht kompliziert und bedürfen etlicher Unterstützungsmaßnahmen.
Laut einer Untersuchung der Statistikbehörde (DGBAS) aus dem Jahr 2013 arbeitet der Taiwaner 177 Stunden monatlich. Arbeitszeiten in der Dienstleistungsindustrie sind lang, in der Industrie sind viele Überstunden die Regel. Taiwan hat bisher gesetzlich für zwei Wochen eine Arbeitszeit von 84 Stunden festgelegt und liegt damit über den 40 Wochenstunden in Japan, Südkorea und den USA.
Die Senkung der Wochenarbeitszeit ist auch bei den Kundgebungen zum „Tag der Arbeit“ am 1. Mai eines der Hauptthemen.