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EU bedauert Vollstreckung von Todesstrafen in Taiwan

  • 01-05-2014
  • Editor
EU bedauert Vollstreckung von Todesstrafen in Taiwan
Demo gegen die Todesstrafe

Taipei – 1.5.2014 – Die Europäische Union hat ihr Bedauern über die kürzliche Vollstreckung von Todesurteilen in Taiwan zum Ausdruck gebracht. Am Dienstag waren in Taiwan fünf zum Tode verurteilte Häftlinge hingerichtet worden. Es waren die ersten Vollstreckungen von Todesurteilen seit knapp einem Jahr.

Sie verstehe die Leiden der Opfer und fühle mit deren Angehörigen. Dennoch sei die Todesstrafe nie gerechtfertigt, weshalb sich die Europäische Union für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe ausspricht. Diese Angaben machte Catherine Ashton am heutigen Donnerstag. Ashton ist seit Ende 2009 die Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik und Erste Vizepräsidentin der Europäischen Kommission.

Zudem appellierte Ashton an die taiwanischen Behörden, keine weiteren Todesurteile zu vollstrecken. So sei es Taiwan 2013 nach dem Verfassen des ersten Menschenrechtsberichts auch von internationalen Experten empfohlen worden.

Vize-Justizminister Chen Ming-tang hatte im Anschluss an die Vollstreckungen erklärt, dass die fünf Strafgefangenen für insgesamt elf Morde verantwortlich gewesen seien. Er beteuerte zudem den Standpunkt der Regierung, an der Todesstrafe festzuhalten, diese jedoch immer seltener vollstrecken zu wollen. Nach den jüngsten Hinrichtungen sitzen in Taiwan nun noch 47 Häftlinge im Todestrakt. Am Rande hatten rund 40 Menschen vor dem Justizministerium gegen die Vollstreckung der Todesstrafe durch die Regierung demonstriert.

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