Taipei – 5. Mai. 2014 - Der in Staatsbesitz befindliche Stromversorger Taipower gab bekannt, bis Ende Juni einen Notfallplan für die Stromversorgung vorzulegen, teilte der Vorsitzende von Taipower, Hwang Jung-chiou am Montag mit.
Angesichts des temporären Baustopps beim 4. Atomkraftwerk Taiwans und dessen ungewisser Zukunft wurden Besorgnisse über die Gewissheit einer ausreichenden Stromversorgung geäußert. Vor gut einer Woche gab die Regierung den Baustopp der Anlage bekannt. Erst nach einer Volksabstimmung soll eine endgültige Entscheidung über die weitere Zukunft des AKW fallen.
Bis dahin soll das Kraftwerk eingemottet werden. Wirtschaftsminister Chang Chiah-chuh bezeichnete die dafür anfallenden Kosten als nicht zu hoch , diese seien abhängig von der Dauer der Stilllegung. Der erste Reaktor sei im wesentlichen fertiggestellt und würde kaum weitere Kosten verursachen, für die Fertigstellung des zweiten Reaktors würden weitere 1,3 Mrd. USD veranschlagt.
Zur Endlagerung des Atommülls sagte Vizewirtschaftsminister Woody Du zur Besorgnis von Umweltgruppen, dass dieses Problem nicht nur Taiwan betreffe und man sich bei der Endlagerung auf Techniken stützen wolle, die von der US-Atombehörde (US NRC) zugelassen wurden.
Zu den Trockenzwischenlagerungsstätten des Atommülls sagte Minister Du, dass diese von den USA für 40 Jahre abgenommen wurden. Die metallene Hülle der Atommüllbehälter sollen laut amerikanischen Tests in 50 Jahren lediglich um 1 mm durch Atomstrahlung korrodieren und seien zudem mit einem Betonmantel verstärkt. Minister Du bat die Bevölkerung, sich keine Sorgen zu machen.