Taipei – 7. Mai 2014 - Der Vorsitzende von Taiwans Volksnaher Partei (PFP), James Soong, traf am Mittwochmorgen erstmals bei einem China-Besuch in Peking mit dem KP-Generalsekretär Xi Jinping zusammen.
Es war das erste Zusammenkommen von politischen Führeren beider Seiten nach dem Ende der Demonstrationen in Taipei gegen das Dienstleistungshandelsabkommen. Die PFP-Partei befürwortet die Ein-China-Politik.
Chinas Staatsoberhaupt Xi Jinping sah seit dem Jahr 2008 beträchtliche Fortschritte bei der friedlichen Entwicklung der Beziehungen, gewisse Schwierigkeiten seien dabei unvermeidlich. Solange beide Seiten an dem Gedanken der einen Familie festhielten, dürften die Probleme in der Taiwanstraße gelöst werden können.
Xi sagte, dass er aufrichtig hoffe, dass die Bevölkerung Taiwans sich an sozialer Stabilität, anhaltendem Wirtschaftswachstum und einem besseren Leben erfreuen könne. China werde seine Politik einer friedlichen Entwicklung in der Taiwanstraße fortführen und weiter an seinen Anstrengungen zu einem zu beiderseitigen Nutzen verstärkten Austausch über die Taiwanstraße festhalten. Gleichzeitig betonte er, dass die Bestrebungen zur Wiedervereinigung in keinster Weise von separatistischen Strömungen in Taiwan und Forderungen nach Unabhängigkeit beeinflusst würden.
James Soong antwortete darauf, dass “in dem Prozess eines sich vertiefenden gegenseitigen Vertrauens und Verstehens in der Taiwanstraße er hoffen, dass die Landsleute in China die Idee eines Taiwan-Bewußtseins im Kopf behalten und die letzten Äußerungen zur Autonomie unter der Bevölkerung Taiwans anerkennen und schätzen“ sollten. Er wies darauf hin, dass die politischen und sozialen Systeme in Taiwan und auf dem Festland nicht die gleichen seien.