Taipei – 12. Mai. 2014 - Präsident Ma sagte, dass vor der Abhaltung des Referendums über das geplante vierte Atomkraftwerk er der Bevölkerung deutlich machen wolle, dass damit nicht nur Sicherheitsfragen sondern auch Fragen zur Energieversorgung verknüpft sind.
Taiwan sei in hohem Maße von Energieimporten abhängig. Auf dem nationalen Energieforum sollen daher gemeinsam Energieprobleme und ein wirksamer Energie-Mix diskutiert werden.
Die Regierung habe sich jetzt für einen Baustopp am vierten AKW entschieden, welches nach Vollendung der vorbetrieblichen Sicherheitsüberprüfungen eingemottet werden soll. Danach solle in einem Referendum über die weitere Verwendung entschieden werden.
Dabei warnte Taiwans Präsident vor einer möglichen Anhebung des Strompreises.
„Taiwans Strompreise sind im Vergleich mit dem Rest der Welt recht niedrig. Doch wissen wir nicht, wir nach der Einmottung des vierten Atomkrafwerkes die Preise weiter so niedrig halten können. Die Bürger Taiwans haben sich diesem Problem zu stellen . Dies ist nicht nur eine Angelegenheit der gegenwärtigen Regierung sondern auch für die nachfolgenden Generationen.“
Ma sagte, nach seiner Wiederwahl vor zwei Jahren habe er sich gegen eine Energierationierung, für die Beibehaltung vernünftiger Strompreise und die Einhaltung internationaler Verpflichtungen zur CO2-Rationierung unter der Prämisse von atomarer Sicherheit ausgeprochen. Durch einen graduellen Ausstieg aus der Atomkraft und dem Ausbau grüner Energie soll ein nuklearfreies Land entstehen. Dies sei für ein Land, welches zu 98% von Energieimporten abhängig ist, die einzige Möglichkeit für einen effizienten Energiemix, sagte Präsiden Ma.