Taipei – 12. Mai. 2014 - Die Beibehaltung des Status Quo für die nächsten Jahre sei von Nutzen für die Beziehungen in der Taiwanstraße, sagte Präsident Ma Ying-jeou am heutigen Montag bei einem Treffen mit dem Verband der Taiwanfreunde von Amerika (TBAA).
„Durch Interaktion haben wir festgestellt, dass die Beibehaltung einer friedlichen, harmonischen Beziehung für beide Seiten von Nutzen ist. Sollte eine Seite versuchen, durch nicht-friedliche Maßnahmen den Status Quo zu verändern, würde er auf starken Wiederstand treffen, für den ein hoher Preis gezahlt werden müsste.“
Die Taiwanstraßenbeziehungen sollten weiter unter dem Rahmen der Verfassung der Republik China , Taiwans offizielle Bezeichnung, und der Politik der „drei Nein“ – keine Vereinigung, keine Unabhängigkeit, kein Gebrauch von Gewalt – fortgeführt und auf Basis des Konsenses von 1992 weiter friedlich in den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Ausbildung entwickelt werden.
Unter dem Konsens von 1992 wird das Prinzip des einen Chinas verstanden, welches von beiden Seiten unterschiedlich interpretiert werden kann.
Das mit China angestrebte Dienstleistungshandelsabkommen wurde ebenfalls angesprochen und von Präsident Ma als wichtig bezeichnet, da China Taiwans zweitgrößter Handelspartner sei.
Bei den internationalen Beziehungen gäbe es ebenfalls Fortschritte, sagte Präsident Ma . Auf der diesjährigen Versammlung der Weltgesundheitsbehörde (WHA) werde Taiwan zum sechsten Male als Beobachter teilnehmen. Taiwan wird in 15 Kommissionen daran teilnehmen und konnte diese Gelegenheiten zum Ausbau seiner bilateralen Beziehungen nutzen.