Taipei – 14. Mai 2014 - In Südvietnam kam es in einem Industriepark zu gewalttätigen anti-chinesischen Protesten. Auslöser waren Auseinandersetzungen zwischen China und Südvietnam beim Aufstellen einer Bohrplattform durch China in von Vietnam beanspruchtem Seegebiet.
Die Proteste richteten sich vornehmlich gegen ausländische Fabriken mit chinesischen Schriftzeichen, etliche wurden in Brand gesteckt oder geplündert. Wie Taiwans Außenministerium mitteilte, sollen dabei zwei Chinesen vom Festland getötet und zwei Taiwaner verletzt worden sein. Insgesamt 11 Fabriken von Taiwanesen wurden in Brand gesteckt.
Taiwans Außenminister David Lin rief den vietnamesischen Repräsentanten in Taiwan ein um seine ernsthaftesten Bedenken gegen die Protestkundgebungen in Vietnam auszudrücken. Ferner forderte er die vietnamesischen Behörden auf , alles für den Schutz taiwanischer Bürger zu unternehmen.
Bui Trong Van, der vietnamesische Repräsentant sagte , dass die Regierung alles zum Schutze ausländischer Investoren unternehmen und man auch Einheiten der Armee und Polizei zur Herstellung der sozialen Ordnung einsetzen wolle.
Das Außenministerium riet vor unnötigen Reisen in die Region ab und rief die Reisewarnstufe Gelb für Südvietnam aus. Taiwans Fluggesellschaften setzen für die nächsten Tage größere Maschinen auf der Route ein. Desweiteren wurde eine Arbeitsgruppe zur Unterstützung der sich in Vietnam aufhaltenden Taiwanesen eingerichtet.
An den Flughäfen in Vietnam wurden temporäre Hilfsstände für taiwanische Geschäftsleute und deren Familien eingerichtet, teilte das Außenministerium mit.