Taipei – 19. Mai 2014 - Das Budget des Agrarministeriums werde zu zwei Dritteln von Subventionen und Sozialausgaben aufgebraucht, der Anteil für eine Reform des Sektors und für Innovation sei daher zu klein, sagte Chen Baoji heute bei seinem Bericht im Präsidialbüro.
Er lieferte dort einen Sonderbericht zur Zukunft von Taiwans Agrarsektor beim Abschluss von regionalen Handelsabkommen.
“Das Geld welches wir für die Entwicklung des Agrarsektors ausgeben, beträgt nur 11% des gesamten Budgets. 10 Mrd. TWD (US$ 330 Mio.) sind nicht genug, um sich um über 4000 Agrargemeinden in den Bereichen Forst- und Landwirtschaft, Fischerei und Tierzucht etc. kümmern zu können. Das Budget für eine Reform der Produktion ist einfach nicht ausreichend. “
Zu den Fragen des Freihandels sagte Chen Baoji, dass Taiwan gegenwärtig noch Zölle auf 16 Agrarprodukte, darunter Reis, Bananen, Pilze erhebe. Desweiteren gibt es besondere Schutzbestimmungen für Erdnüsse, Hühnerfleisch, flüssige Milch und weitere 11 Produkte gäbe. Die kommende Handelsliberalisierung würde daher eine ernsthafte Herausforderung darstellen.
Taiwan müsse sich daher auf eine Anhebung seiner Wettbewerbskraft einstellen und seine Agrarpolitik und entsprechende Regelungen und Einschränkungen pragmatisch überprüfen . Nur so könne die Transformation von einem reinen Agrarproduktionssektor hin zu einem höherwertigen Nutzen bringenden Agrarsektor erreicht werden, sagte Agrarminister Chen.