Taipei – 19. Mai 2014 - Taiwans Wirtschaftsministerium wird am Mittwoch einer Delegation von Vertretern von Wirtschaftsbehörden und Industrievereinigungen nach Vietnam senden.
Wie Vizewirtschaftsminister Shen Jong-chin (沈榮津) heute sagte, werde die Delegation auf der viertägigen Reise sich um Kompensationsansprüche taiwanischer Unternehmen in Vietnam und für die Wiederaufnahme derer Geschäftsaktivitäten einsetzen.
“Nach der Wiederherstellung ist das Erste die Kapitalbeschaffung, dafür steht der Kreditgarantiefond für Überseechinesen bereit. Zweitens geht es um die Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit, dafür stehen in unserer Delegation Experten bereit, die den Unternehmen qualifizierte Vorschläge machen, um wieder auf die Beine zu kommen. “
Das Wirtschaftsministerium will ferner die Regierung Vietnams um Kompensationszahlungen im Einklang mit dem gemeinsamen Investitionsschutzabkommen anhalten. Dabei wolle man sich auch für diejenigen Unternehmen Taiwans einsetzen, die ihre Investitionen über Drittländer tätigten, sagte Vizewirtschaftsminister Duh Tyzzz-jun (杜紫軍).
“Das Schutzabkommen schließt nicht jene taiwanischen Unternehmen, die sich über ein drittes Land in Vietnam niedergelassen haben mit ein, denn es wurde vor 20 Jahren unterzeichnet. Doch hoffen wir, dass bei unseren Gesprächen mit der Regierung Vietnams alle hier registrierten Investitionen Taiwans verhandelt werden und werden ihnen gegenüber einen förmlichen Antrag stellen.”
Kompensationsforderungen stehen an oberster Stelle beim Gespräch von Taiwans Vizewirtschaftsministern mit Offiziellen Vietnams bei ihrem Besuch in Hanoi.