Taipei – 20.5.2014 – Taiwan fordert von Vietnam, gewalttätige Proteste zu verhindern. Laut Präsident Ma Ying-jeou muss Vietnam gewährleisten, dass sich solche Ereignisse in Zukunft nicht mehr wiederholten. Bei den anti-chinesischen Ausschreitungen vergangene Woche in Vietnam sind auch viele taiwanische Unternehmen angegriffen worden.
Ma sagte heute in einer Pressekonferenz aus Anlass 6 Jahre Amtszeit:
„Von den ersten Reaktionen der taiwanischen Unternehmer können wir erkennen, dass Steuernachlässe und Steuerbegünstigungen für sie eher von praktischem Vorteil wären. Außer einer Entschuldigung und Entschädigungen müssen auch die Täter zur Rechenschaft gezogen werden. Vietnam hat uns darüber informiert, dass bereits mehr als 1000 Personen verhaftet worden seien und die Strafverfolgungsverfahren liefen. Wir werden die weitere Entwicklung beobachten. Wir fordern außerdem die Versicherung, dass sich solche Ereignisse nicht noch einmal wiederholen und dass sie konkrete Maßnahmen treffen, um dies sicherzustellen. Das werden wir mit Nachdruck fordern,“ so Präsident Ma.
Das Wirtschaftsministerium wird morgen eine Delegation nach Vietnam entsenden, um sich vor Ort über das Ausmaß der Verluste taiwanischer Unternehmen zu informieren. Das Kabinett und das Wirtschaftsministerium haben Sondergruppen gebildet, um die betroffenen taiwanischen Unternehmen mit Investitionen in Vietnam zu unterstützen.
Das Wirtschaftsministerium gab am Sonntag an, dass 224 taiwanische Unternehmen von den Übergriffen beschädigt wurden.