Taipei – 17. Februar 2014 - Die Bedeutung der regionalen Wirtschaftsintegration und der Handelsliberalisierung wurden von Taiwans Präsident Ma Ying-jeou am heutigen Montag bei seiner Eröffnungsrede auf einem Handelsseminar betont.
Präsident Ma drückte dabei die Entschlossenheit von Taiwans Regierung zum Beitritt in das Freihandelsabkommen TPP, der Trans-Pazifischen Partnerschaft und des RCEP (Regional umfassende Ökonomische Parntnerschaft) aus. Ohne einen Beitritt zu den Abkommen laufe Taiwan Gefahr marginalisiert zu werden, sagte Präsident Ma.
Der auf die momentan im TPP verhandelnden Beitrittsländer entfallende Außenhandelsanteil betrage 34% des gesamten Handels, auf die RCEP-Länder entfallen 57% von Taiwans Außenhandel, sagte Taiwans Präsident.
Präsident Ma wies daraufhin hin, dass für den Beitritt die Bedingungen geschaffen sein müssen und dass eine Balance zwischen Geben und Nehmen angestrebt werden müsse.
„Für den Beitritt zum TPP oder RCEP gibt es keinen Freifahrtschein. Wir müssen bei den Verhandlungen eine Balance zwischen Geben und Nehmen finden. Handelsgespräche sollten von gegenseitigem Nutzen sein. Dies gilt es für uns zu betrachten. Wir hoffen, dass andere Länder uns Handelsvergünstigungen gewähren und ihre Märkte öffnen und auch wir müssen Vergünstigungen gewähren und Märkte öffnen, ansonsten wird es zu keinem Abschluss kommen.“
Zu dem vom Außen- und Wirtschaftsministerium veranstalteten Seminar wurden Repräsentanten verschiedener Länder eingeladen, um Wege zur Unterstützung von Taiwans Beitrittsgesuchen auszuloten.
Das TPP wird zur Zeit von den USA und 11 Ländern des Pazifischen Beckens, darunter Japan, Australien, Chile, Singapur, Kanada, Mexiko , verhandelt. Im RCEP sind die ASEAN-Staaten und China, Indien, Japan, Südkorea , Australien und Neuseeland vertreten.