Taipei – 22.5.2014 – Die Regierung in Vietnam hat Entschädigungsmaßnahmen vorgebracht, um das Vertrauen taiwanischer Unternehmer wiederzugewinnen, darunter die Leistung von Kompensationszahlungen. Bei anti-chinesischen Protesten in der letzten Woche in Vietnam wurden insgesamt auch 224 taiwanische Fabriken beschädigt. Laut Angaben des Wirtschaftsministeriums seien 18 Fabriken in Brand gesteckt worden, von denen fünf komplett ausgebrannt seien. Zudem sei in rund 1.100 Fabriken taiwanischer Geschäftsleute die Arbeit eingestellt worden.
Zu den Plänen Vietnams, noch vor Monatsende eine Arbeitsgruppe nach Taiwan zu entsenden, sagte Wirtschaftsminister Chang Chia-juch am heutigen Donnerstag: „Viele unserer Investoren sind von Taiwan aus dorthin gegangen und haben ihren Betriebssitz in Taiwan. So zum Beispiel Formosa Plastics, die Far Eastern Group und andere, die in Taiwan einen Mutterkonzern haben. Wenn vor Ort etwas passiert, dann ist es eine Frage der Höflichkeit, dass von dort jemand herkommt,diesen Unternehmen eine Erklärung abgibt und ihnen mitteilt, wie die Regierung in Vietnam gedenkt die Dinge zu regeln.“
Die Zusage von Entschädigungsmaßnahmen von Seiten Vietnams wurde von Wirtschaftsminister Chang positiv aufgenommen. Er machte zugleich jedoch deutlich, dass die vorgebrachten Zusagen noch nicht konkret seien. So müsse noch geklärt werden, welche Verluste die einzelnen Fabriken bei den Vorfällen genau erlitten haben.