Taipei – 29.5.2014 – Die Veränderungen im EU-Parlament nach der kürzlichen Europawahl werden sich nicht auf die Beziehungen zwischen Taiwan und der Europäischen Union auswirken. Dies gab Zhang Ming-zhong am heutigen Donnerstag bekannt. Zhang ist der Generaldirektor der Europaabteilung des Außenminsteriums. Bei der Europawahl war die konservative Europäische Volkspartei (EVP) mit ihrem Spitzenkandidaten Jean-Claude Juncker als Sieger hervorgegangen.
Wie Zhang Ming-zhong heute auf einer Pressekonferenz deutlich machte, sei das Europäische Parlament ein wichtiger Pfeiler der Beziehungen Taiwans zur EU. Laut Zhang würden zudem etliche Abgeordnete der Arbeitsgruppe Taiwan auch weiterhin im EU-Parlament sitzen. In Zukunft werde man auch mit neuen EU-Abgeordneten und Fraktionen Kontakte pflegen, um die gegenseitigen Beziehungen voranzutreiben.
Unterdessen machte sich Vizepräsident Wu Den-yih heute bei einem Treffen mit italienischen Senatsmitgliedern für ein gemeinsames Wirtschaftsabkommen zwischen Taiwan und der EU stark. Von Italien wünsche er sich, dass sich das Land während seiner EU-Ratspräsidentschaft in der zweiten Hälfte des Jahres für die Belange Taiwan einsetze. Ferner habe Wu die Hoffnung, dass das gemeinsame Doppelbesteuerungsabkommen zwischen beiden Ländern möglichst bald in Kraft treten könne.