Taipei – 29.5.2014 – Taiwan verstärkt seine Sicherheitsvorkehrungen auf der umstrittenen Taiping-Insel im Südchinesischen Meer. Dies teilte der Leiter von Taiwans Küstenwache, Minister Wang Ginn-wang, am heutigen Donnerstag mit. Die Taiping-Insel ist die größte der Spratly-Inseln, die von verschiedenen Ländern der Region beansprucht werden. Mitte Mai hatte das Aufstellen einer neuen Ölplattform Chinas in der Region für neuen Zündstoff gesorgt.
Wang Ginn-wang reagierte heute auf die Sorge eines Abgeordneten, im Konfliktfall könnte die Insel von den betreffenden Parteien besetzt werden. Er sagte im Wortlaut: „Erstens haben wir Streitkräfte auf der Insel stationiert. Zweitens werden wir die Fähigkeiten unserer Patrouillenboote erhöhen und die Infrastruktur zur Selbstverteidigung verbessern. Wir haben für 2013 und 2014 bereits 120 Millionen Taiwan-Dollar für das Projekt bereitgestellt, was zudem den Bau einer neuen Anlegestelle beinhaltet. Von den 102 Inseln der Spratly-Inselgruppe ist die Taiping-Insel die größte, und die dort gebaute Anlegestelle wird Ende nächsten Jahren fertiggestellt sein.“ 120 Millionen Taiwan-Dollar entsprechen umgerechnet rund 3 Millionen Euro.
Die Spratly-Inseln im Südchinesischen Meer werden gänzlich oder in Teilen von sechs Staaten beansprucht, darunter China, Vietnam und Taiwan. In der Region werden größere Erdöl- und Erdgasvorkommen vermutet. Die Inseln liegen zudem an einer sehr wichtigen Schifffahrtsroute. Die Taiping-Insel wird zur Zeit von Taiwan verwaltet.