Taipeh – 31. Mai 2014. Präsident Ma Ying-jeou hat das APEC-Gipfeltreffen als eine angemessene Gelegenheit für ein Treffen zwischen ihm und Chinas Präsident Xi Jinping bezeichnet. Ma sagte, dass Xi seit seiner Amtsübernahme im vergangenen Jahr aktiv an den Beziehungen zu Taiwan gearbeitet habe. Da China jedoch weiter Bedenken über ein Treffen zwischen den beiden Staatschefs habe, verfolge Taiwans Regierung derzeit keine anderen Pläne, um das Problem zu lösen.
Diese Angaben machte Ma auf die Frage eines Journalisten zu seinem Interview mit einer japanischen Tageszeitung, das heute veröffentlicht wurde. In dem Interview mit der Yomiuri Shinbun sprach Ma Themen wie das Dienstleistungsabkommen mit China und die Entwicklung von Taiwans Wirtschaft und Handel an.
Ma sagter weiter, dass Xi bei seinem Treffen mit dem ehemaligen Vizepräsidenten Vincent Siew auf dem APEC-Gipfel im letzten Jahr nicht nur Chinas Standardposition von der Wichtigigkeit einer friedlichen Entwicklung der Beziehungen zwischen beiden Seiten der Taiwan-Straße wiederholt habe. Laut Ma habe Xi auch gesagt, dass beide Seiten langfristig ihre politischen Probleme lösen müssten, anstatt sie von Generation zu Generation weiterzureichen.
Ma betonte, dass die Haltung von Taiwans Regierung in der Frage unverändert sei. Demnach habe das Festhalten an dem „Konsens von 1992“ dazu geführt, dass man bereits 21 Abkommen mit China unterzeichnen konnte. Für die Regierungspartei KMT bedeutet der „Konsens“, dass Taiwan und China sich beide zu dem Konzept von „einem China“ bekennen, welches Taipeh und Peking jedoch unterschiedlich definieren.