Taipei – 20.2.2014 – Präsident Ma Ying-jeou hat heute das Vorhaben beteuert, zur Deckung von Taiwans Energiebedarf Schiefergas aus den USA zu kaufen. Er machte seine Angaben bei einem Treffen mit Edward Royce, der innerhalb des US-Repräsentantenhauses einem Unterausschuss im Bereich internationale Beziehungen vorsitzt.
In der Vergangenheit hatten US-Behörden allerdings stets beteuert, kein Schiefergas an Taiwan verkaufen zu wollen, bevor zwischen beiden Ländern kein Freihandelsabkommen abgeschlossen sei. Wie Präsident Ma heute jedoch deutlich machte, würde sich eine Einigung in der Frage für beide Seiten positiv auswirken. So könne damit zum Beispiel das Handelsdefizit der USA mit Taiwan reduziert werden.
Bereits im Juni letzten Jahres hatte Premierminister Jiang Yi-hua betont, dass Taiwan weiter bestrebt sei, zur Diversifizierung der Energieversorgung US-Schiefergas kaufen zu wollen. Er hatte dabei die Hoffnung zum Ausdruck gebracht, mit den USA schon bald eine Einigung in der Sache erzielen zu können.
Die Produktion von Schiefergas ist mithilfe verbesserter Förderungsmethoden innerhalb der USA in den letzten Jahren massiv ausgeweitet worden. Schiefergas, dessen Förderung als technisch sehr anspruchsvoll gilt, wird vor allem durch sogenanntes Fracking gewonnen, das jedoch als sehr umstritten gilt.