Taipei – 21.2.2014 – Präsident Ma Ying-jeou hat sich heute positiv zu dem Vorhaben geäußert, in der Zukunft öffentliche Beobachter zu Verhandlungen in taiwanischen Gerichten zuzulassen. Dies sei ein erster notwendiger Schritt, das öffentliche Vertrauen in die taiwanische Justiz zu stärken. Er machte seine Angaben bei einem Treffen mit Befürwortern einer Reform des Justizwesens.
Wie Präsident Ma bei dem Treffen am heutigen Freitag deutlich machte, habe er sich seit seinem Amtsantritt für eine Reform der Justiz eingesetzt. Demnach sei es laut Ma das Hauptproblem der taiwanischen Justiz, dass diese kein großes Vertrauen in der Bevölkerung genieße. Nach den Ergebnissen einer Umfrage aus dem letzten Jahr seien 81 % der befragten Taiwaner der Ansicht, dass öffentliche Gerichtsverhandlungen das Vertrauen der Menschen in die Justiz erhöhen würden.
Gemäß den Reformvorschlägen würden in Zukunft Zuschauer zu Gerichtsverhandlungen zugelassen und könnten zudem im Gerichtssaal ihre Meinung zu den Verhandlungen äußern, auf die der Richter oder die Richterin anschließend zu reagieren habe. Taiwans Präsident wies jedoch darauf hin, dass eine Reform des Justizwesens ein langwieriger Prozess sei, da es in der Sache viele verschiedene Standpunkte gebe. Man solle jedoch alles daran setzen, einen Konsens zur Reform von Taiwans Justiz zu erzielen.