Taipei – 6.6.2014 –Taiwan sorgt sich um die Beziehungen zu seinem diplomatischen Verbündeten Sao Tome und Principe. Grund für die Besorgnis ist der jüngste Besuch von Manuel Pinto da Costa, dem Präsidenten des Landes, in China. Wie das Außenministerium heute erklärte, habe man bereits an die Regierung des afrikanischen Inselstaats appelliert, die langjährigen Beziehungen nicht zu gefähren.
Wie das Außenministerium allerdings zugleich mitteilte, habe es sich bei der Chinareise Pinto da Costas um keinen offiziellen Besuch gehandelt. Dieser habe lediglich bei Unternehmern in Shanghai privat für Investitionen in einen Tiefwasserhafen geworben. Laut Außenamtssprecherin Anna Kao sei man von taiwanischer Seite bereits im Vorfeld über den Aufenthalt informiert gewesen:
„Am 4. Juni hat Präsident Pinto da CostaPräsident Ma in einem Schreiben persönlich seinen Standpunkt deutlich gemacht. Darin hat er auch erklärt, dass er bald als Präsident seines Landes eine Delegation zu einem offiziellen Besuch nach Taiwan leiten werde. Dieser Besuch Taiwans ist zur Zeit für Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres geplant.“
Erst zu Jahresbeginn hatte Taiwans Präsident Ma Ying-jeou zum ersten Mal seit seinem Amtsantritt Sao Tome und Principe einen Besuch abgestattet. Die diplomatischen Beziehungen der beiden Länder bestehen seit 17 Jahren.