Taipeh – 22. Februar 2014. Taiwan und China haben am Freitag eine Einigung darüber erzielt, mit der sich die Umsetzung von 9 der insgesamt 19 Vereinbarungen, die beide Seiten bisher unterzeichnet haben, verbessert werden soll. Der Einigung waren zweitägige Verhandlungen zwischen den halboffiziellen Gremien, Taiwans Stiftung für den Austausch über die Taiwanstraße (SEF) und Chinas Vereinigung für die Beziehungen über die Taiwanstraße (ARATS), vorausgegangen.
Auf dem Treffen sollten Umsetzung und Auswirkungen der 19 gemeinsamen Abkommen besprochen werden, die beide Seiten seit dem Amtsantritt von Ma Ying-jeou im Jahr 2008 unterzeichnet haben. Einigen konnte man sich darauf die Umsetzung von Vereinbarungen in den Bereichen Finanzen, Luft- und Seetransport, Gesundheit, Kriminalitätsbekämpfung, Nahrungsmittelsicherheit, Investmentschutz, Fischereibesatzungen und der landwirtschaftlichen Quarantäne zu verbessern.
Der größte Fortschritt sei mit Pekings Einwilligung erzielt worden, die Umsetzbarkeit von Zwischenstopps für chinesische Reisende in Taiwan zu prüfen, so der SEF-Vizevorsitzende Chang Hsien-yao, Taiwans Topunterhändler bei den Gesprächen im chinesischen Changsha. Er hoffe, dass die chinesische Seite entsprechende Vorhaben zur Diskussion stellen werde.
Zu den weiteren konkreten Ergebnissen gehören Pekings Einwilligung, Taiwan stärker bei der Suche nach Kriminellen zu unterstützen, die nach China geflohen sind. Außerdem habe sich China auch positiv hinsichtlich einer Vertiefung des Finanzverkehrs zwischen beiden Seiten ausgesprochen.
Unterdessen hat Chang angekündigt, dass der ARATS-Vorsitzende Chen Deming zwischen dem 26. und 27. Februar zu Gesprächen mit dem Vorsitzenden von Taiwans Kabinettskommission für Festlandangelegenheiten (MAC), Wang Yu-chi, in Taipeh zusammentreffen werde.