Taipei – 24. Februar 2014 - Taiwans Regierung plant eine Reihe von steuerlichen Reformmaßnahmen zur Verbesserung der Finanzsituation des öffentlichen Haushalts und zum Abbau des Einkommensgefälles zwischen hohen und niedrigen Haushaltseinkommen.
Angedacht ist eine Senkung der Steuerfreibeträge auf Aktiendividenden und Kapitaleinkommen um bis zu 50% und eine höhere Besteuerung von Finanzinstituten.
Durch die Maßnahmen würde die Steuerbelastung insbesondere für diejenigen steigen, deren Einkommen vorwiegend aus Kapitaleinkünften komme.
Desweiteren überlege man die Einführung einer Einkommenssteuer von 45% für diejenigen, deren jährliches Einkommen mehr als 330.000 USD betrage.
Bei einer Gesetzesänderung wären 9000 Personen von der neuen Regelung betroffen. Man erwartet dadurch Mehreinnahmen von ca. 330 Mio. USD.
Desweiteren wurde eine höhere Geschäftssteuer für Unternehmen aus dem Finanzsektor vorgeschlagen. Bisher zahlen Finanzdienstleister eine Steuer von 2% auf die Bruttoumsätze, welche auf 5% angehoben werden soll. Eine Erhöhung um einen Prozentpunkt soll 300 Mio. USD an zusätzlichen Steuereinnahmen in die Staatskasse spülen.