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Kulturministerin Lung im Auswärtigen Amt in Berlin

  • 11-06-2014
  • Editor
Kulturministerin Lung im Auswärtigen Amt in Berlin
Lung Yingtai im Auswärtigen Amt


Taipei – 10. Juni 2014 - Kulturministerin Lung Yingtai traf am Dienstag mit Staatsssekretär des Auswärtigen Amtes, Stephan Steinlein in Berlin zusammen. Das Treffen war eines der höchstrangigsten  zwischen Offiziellen aus Taiwan und Deutschland in den letzten Jahren und wurde von Taiwans Außenministerium als ein „Meilenstein“ des Kulturaustausches bezeichnet.


Die Republik China , Taiwans offizielle Bezeichnung, unterhält keine diplomatischen Beziehungen mit der Bundesrepublik Deutschland.


Bei dem einstündigen Gespräch diskutierte man über den bilateralen Kulturaustausch, über Menschenrechte, Übergangsjustiz und die Beziehungen Taiwans mit dem Festland.  


Kulturministerin Lung Yingtai beschrieb Taiwan darin als demokratisches Versuchslabor für den chinesischen Sprachkreis  und sei  für Festlandchina ein Indikator der praktischen Umsetzung.  Wenn die westliche Welt China wirklich verstehen wolle, wäre Taiwan der Schlüssel dazu, um Taiwan zu verstehen, müsste man von der Kultur ausgehen, sagte Kulturministerin Lung.

Staatssekretär Steinlein sprach mit ihr über die in ihrem Buch „ Großer Fluss, großes Meer“ gemachten Aussagen und Ansichten zum chinesischen Bürgerkrieg und zeigte sich interessiert an der Identität der Taiwaner und frug nach,  ob die im März von Studenten geführten Proteste  gegen das Dienstleistungsabkommen mit der Frage der Identität verknüpft gewesen seien.


Kulturministerin Lung sprach sich für einen engeren Kontakt zwischen Taiwan und Deutschland in den Bereichen Kunst, Literatur und Kultur aus, dem auch Staatssekretär Steinlein hoffnungsvoll entgegensah.


Kulturministerin Lung ist zur Zeit auf einer 10-tägigen Besuchsreise  in Europa zur Vertiefung des Kulturaustausches. Erste Station ihrer Reise war die Schweiz. Am 14. Juni wird sie von Berlin aus die Rückreise nach Taiwan antreten.

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