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Sean Lien gibt Wunsch zur Kandidatur um das Bürgermeisteramt bekannt

  • 25-02-2014
  • Editor
Sean Lien gibt Wunsch zur Kandidatur um das Bürgermeisteramt bekannt
Sean Lien, Sohn des Ex-Vizepräsidenten Lien Chan, will neuer Bürgermeister von Taipei werden .

Taipei – 24. Februar 2014 - Sean Lien, der Sohn des früheren Vize-Präsidenten Lien Chan, kündigte am Montag seine Absicht zu einer Kandidatur um das Bürgermeisteramt der Stadt Taipei an. Seine Aussage machte er am Montag auf einer einberaumten Pressekonferenz.

Der 44 Jahre alte Sean Lien wird für die Regierungspartei Kuomintang (KMT) in das Rennen um die Wahl des Bürgermeisters gehen. Die Neuwahl ist erforderlich, da die zweite Amtszeit des bisherigen Bürgermeister Hau Long-bin sich dem Ende zuneigt und keine weitere Amtsperiode zulässig ist.

„Etliche Bürger, Freunde und Familienmitglieder ermutigten mich dazu und unterstützten mich, worüber ich sehr bewegt und dankbar bin. Nach einer Reihe von Überlegungen kündige ich hiermit die Kanditatur für die diesjährige Wahl zum Bürgermeister an.“

Lien gab als Grund für seine verzögerte Ankündigung sein Warten auf die gesundheitliche Zustimmung der Ärzte an. Lien wurde im Jahr 2010 bei einer Wahlkampfveranstaltung durch einen aus nächster Nähe abgegebenen Schuss ins Gesichts schwer verletzt.

Er sagte, durch diese lange Zeit der Schwierigkeiten und Leidens sei ihm die Hilflosigkeit und Furcht, unter der die meisten Menschen leiden, wenn sie vom Schicksal erfasst werden, bewusst geworden. Dies gelte insbesondere für Familien, die unter unvorhergesehenen Umständen in Schwierigkeiten kommen. Er wolle sich in seiner Amtszeit daher für die Unterpriviligierten einsetzen und die Entwicklung in den verschiedenen Stadtbezirken ausgleichen. Im Falle seiner Wahl versprach er, sein jährliches Gehalt in Höhe von knapp 100.000 USD für karitative Zwecke zu spenden.

Sean Lien hat eien einflußreichen und begüterten Familienhintergrund, der von einigen mit Skepsis betrachtet wird. Auf der Pressekonferenz darauf angesprochen erwiderte er:

 „Ich konnte mir nicht die Familie aussuchen, in die ich geboren wurde, aber ich kann mir auswählen, was ich machen und welche Art von Person ich sein will.“

Bis Ende Mai läuft die Bewerbungsfrist für eine Kandidatur, danach entscheidet das Zentralkommittee der KMT über ihren Bürgermeisterkandidaten.

Auch die Oppositionspartei , die Demokratische Fortschrittspartei DPP, ist auf der Suche nach einem Kanidaten. In der parteiinternen Umfrage liegt der parteilose Ko Wen-je vorne, der allerdings zu keinem Parteibeitritt bereit zu sein scheint. Er befürwortet die Gründung einer „oppositionellen Koalition“.

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