Taipeh – 14. Juni 2014. Taiwans Kulturministerin Lung Ying-tai hat sich am Freitag in Berlin mit deutschen Verlegern zu einem gemeinsamen Gespräch getroffen. Dabei ging es um das Thema, wie sich der Austausch zwischen Verlegern aus Taiwan und Deutschland vertiefen lasse. Diskutiert wurden auch die Themen internationale Ausstellungen, Handel mit Urheberrechten sowie Ankündigungen von Veröffentlichungen. Organisiert wurde das Treffen vom Leiter der Frankfurter Buchmesse Juergen Boos.
Ministerin Lung sagte, was Taiwans Verlagswesen dringend benötige, seien Vermittler für den internationalen Büchermarkt, ein Gebiet auf dem Deutschland bereits über umfangreiche Erfahrungen verfüge. Das Kulturministerium habe Maßnahmen vorbereitet, die Verleger aus dem eigenen Land zu einem Aufenthalt in Deutschland ermutigen soll, damit diese sich dort das Wissen über die Mechanismen zur Förderung eines international vermarktbaren Urheberrechts aneignen könnten.
Vertreter großer deutscher Verlage wie Suhrkamp und Hanser Berlin, bekundeten ihr Interesse daran, Literatur aus Taiwan näher kennen zu lernen. Allerdings hätten sie in der Vergangenheit einen Mangel an Bereitschaft taiwanischer Verleger festgestellt, ihre Autoren international zu vermarkten. Darum schlugen sie die Errichtung einer Informationsplattform für die Vermarktung taiwanischer Werke im Ausland vor.
Ebenfalls am Freitag haben das Kulturministerium und das Literarische Colloquium Berlin ein gemeinsames Memorandum für den gegenseitigen Austauch unterzeichnet. Damit sollen Gastautoren aus Taiwan bei Aufenthalten in Berlin für die Bekanntmachung von taiwanischen Werken sorgen, so der Leiter des Kulturaustauschbüros WangGung-ling. Er hoffe, dass auf diese Weise noch mehr Menschen in Europa Taiwans Autoren und Literatur kennen lernen können.