Taipei – 18. Juni 2014 - Der früheren Premierministerin Norwegens, Gro Harlem Brundtland, wurde heute der erstmalig verliehene Tang-Preis für den Bereich nachhaltige Entwicklung zugesprochen.
Der Tang-Preis wurde 2012 von dem taiwanesischen Unternehmer Samuel Yin gegründet und wird für die Bereiche nachhaltige Entwicklung, biopharmazeutische Wissenschaft, Sinologie und Rechtsstaatlichkeit verliehen. Die Preisträger werden nach ihrer Originalität und dem Einfluß ihrer Errungenschaften, unabhängig von ethnischer oder nationaler Zugehörigkeit ausgewählt.
Der mit USD$ 1,33 Mio. dotierte Preis wurde Brundtland vom Vorsitzenden des Tang-Preis Auswahlkommittees, dem taiwanischen Nobelpreisträger der Chemie, von Lee Yuan-tze vergeben.
Brundlandt wurde von Lee Yuan-tze „für ihren Entwurf zur Bewältigung der wissenschaftlich-technischen Herausforderungen der globalen Gemeinschaft für eine ausgewogenere Balance wirtschaftlicher Entwicklung, Umweltverträglichkeit und sozialer Gleichheit zum Nutzen der Menschheit“ ausgezeichnet.
Brundlandt legte mit ihrem 1987 erschienenen Report die Grundlage für den Umweltgipfel 1992 in Brasilien, auf dem der globale Umweltplan, die Agenda 21 geschaffen und der UN Rahmenentwurf für Klimawandel angeregt wurde, welcher 1997 zum Kyoto-Protokoll führte.
Die vier Kategorien des Tang-Preises sollen die vom Nobel-Preis nicht beachteten Lücken schließen und seien nicht als Konkurrenz zum Nobel-Preis zu verstehen, sagte der Tang-Preis Gründer Samuel Yin auf der Pressekonferenz.
Der Name des Preises geht auf die Periode der Tang-Dynastie (618-907 n. Chr.) zurück, die als Höhepunkt der klassischen chinesischen Zivilisation betrachtet und durch eine liberale Politik und großer künsterischer Aktivität gekennzeichnet wurde.