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Außenministerium droht Tokio mit Ausstellungsabsage

  • 20-06-2014
  • Editor
Außenministerium droht Tokio mit Ausstellungsabsage
Umstrittenes Werbeplakat

Taipei – 20.6.2014 – Man habe hinsichtlich der unkorrekten Bezeichnung des „Nationalen Palastmuseums“ bei der japanischen Seite deutlichen Protest erhoben und die sofortige Richtigstellung der Bezeichnung gefordert. Dies gab das Außenministerium heute bekannt.

In Tokioter Bahnhöfen und Parks waren zuvor Werbeplakate für die geplante Sonderausstellung gesichtet worden, auf denen das Museum lediglich als „Taipei Palastmuseum“ bezeichnet worden sei. Eine geplante Pressekonferenz vor Ort wurde heute aufgrund der Kontroverse bereits abgesagt. Wenn bis Samstag Mittag keine Richtigstellung erfolgt sei, so das Ministerium in einer Mitteilung, werde man auch die Ausstellung absagen.

Ma Wei-kuo, die Sprecherin des Präsidialamts, machte den Standpunkt der Regierung deutlich: „Präsident Ma Ying-jeou ist äußerst besorgt und hat das Kabinett bereits angewiesen, vom Palastmuseum und dem Nationalmuseum Tokio ernsthafte Verhandlungen und eine sofortige Richtigstellung zu fordern. Ferner hat er das Außenministerium angewiesen, bei der japanischen Seite unseren eigenen Standpunkt deutlich zu machen. Wenn es nicht umgehend eine positive Rückmeldung Japans gibt, dann wird das Palastmuseum die geplante Ausstellung in Japan absagen und auch First Lady Chow Mei-ching wird dann nicht zur Ausstellungseröffnung nach Japan reisen.“

Präsident Ma habe zudem betont, dass die einzige offizielle Bezeichnung des Museums „Nationales Palastmuseum“ sei, und dieser Titel früher auch stets bei Sonderausstellungen im Ausland verwendet worden sei. Eine andere Bezeichung des Museums sei daher inakzeptabel und verletze die Würde des Landes.

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