Taipei – 27.2.2014 – Es seien weitere Verhandlungen nötig, um über mögliche Zwischenstopps chinesischer Bürger auf Flughäfen in Taiwan zu entscheiden. Dies gaben Offizielle von Taiwans Stiftung für den Austausch über die Taiwanstraße (SEF) am heutigen Donnerstag bekannt. In Taipei läuft zur Zeit die 10. Gesprächsrunde der SEF und Chinas Vereinigung für Beziehungen über die Taiwanstraße (ARATS).
Wenn Reisenden aus China Zwischenstopps auf taiwanischen Flughäfen erlaubt würden, so SEF-Vize Chang Hsien-yao, würde dies die Luftfahrtindustrie in der Taiwanstraße fördern. Bisher dürfen Reisende aus Taiwan zwar auf chinesischen Flughäfen zwischenlanden. Chinesischen Reisenden ist dies auf Flughäfen in Taiwan jedoch nicht gestattet. Obwohl sich Taiwan in den letzten Jahren wiederholt für Zwischenstopps chinesischer Reisender in Taiwan eingesetzt hat, konnte in der Sache zwischen beiden Seiten noch keine Einigung erzielt werden.
Laut Kabinettssprecher Sun Lih-chyun habe Premierminister Jiang Yi-hua bereits deutlich gemacht, dass eine derartige Öffnung für die Entwicklung von Taiwans Wirtschaft von großer Bedeutung sei. Verkehrsminister Yeh Kuang-shih brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass man innerhalb der kommenden zwei Monate eine Einigung darüber erzielen könne, wann Chinas Behörden Zwischenstopps chinesischer Reisender in Taiwan erlauben.
Bezüglich der wirtschaftlichen Vorteile, die sich durch eine derartige Öffnung für Taiwan ergeben würden, sagte Yeh, dass sich das Passagiervolumen in Taiwan laut Schätzungen von Fluggesellschaften um 20-30 % erhöhen könnte.
Laut SEF-Vize Chang Hsien-yao werde es in den kommenden Verhandlungen zum Thema Zwischenstopps jedoch nicht um die Frage gehen, ob Flugzeuge zwischen Taiwan und China in Zukunft auch die Mittellinie der Taiwanstraße durchqueren dürfen. In dieser Frage gebe es laut Chang keinen Verhandlungsspielraum. Aus Sicherheitsgründen fliegen die Flugzeuge derzeit entweder über das Ostchinesische Meer Taiwans Norden an, oder über das Südchinesiche Meer Taiwans Süden.