Taipei – 26.6.2014 – Präsidentengattin Chow Mei-ching werde eine Einladung des Nationalmuseums Kyushu nach Japan erhalten. Diese Angaben machte die Direktorin von Taiwans Nationalem Palastmuseum, Fung Ming-chu, heute in einem Radiointerview. Nach einer Kontroverse um die korrekte Bezeichnung des Museums hatte Taiwans First Lady ihren geplanten Besuch für Tokio kurzfristig abgesagt.
Seit Mittwoch läuft im dortigen Nationalmuseum eine Sonderausstellung mit mehr als 180 Kunstschätzen aus Taiwans Nationalem Palastmuseum, die zum ersten Mal überhaupt im asiatischen Ausland zu sehen sind. Im Nationalmuseum Kyushu sind die Artefakte dann ab Oktober zu sehen. Auf Werbeplakaten für die Ausstellung in Tokio war das Museum zuvor lediglich als „Taipei Palastmuseum“ bezeichnet worden, wogegen von Seiten Taiwans heftig protestiert worden war. Mittlerweile hat sich das Museum für den Zwischenfall entschuldigt.
Unterdessen ist am Eröffnungstag der Ausstellung am Dienstag im Tokioter Nationalmuseum ein neuer Besucherrekord erzielt worden. Laut Fung Ming-chu seien gleich am ersten Tag mehr als 8.000 Besucher in das Museum geströmt. Auch am zweiten Tag hätten sie zum Teil Wartezeiten von fast drei Stunden auf sich genommen, um den berühmten Jadakohl zu erblicken. Die Ausstellung zeigt neben Kalligrafien und Gemälden auch Schätze aus der Keramik- und der Bronzekunst.