Taipei – 26.6.2014 – Auch wenn sich die Situation in der Taiwanstraße entspannt habe, dürfe Taiwan beim Aufbau der Landesverteidigung nicht nachlässig werden, da China auch weiterhin Waffen auf Taiwan gerichtet habe. Diese Angaben machte Präsident Ma Ying-jeou heute bei Feierlichkeiten des Militärs.
Ma sagte im Wortlaut: „Die zuständigen Beamten beider Seiten haben bereits gegenseitige offizielle Besuche abgehalten und reden sich auch mit ihren offiziellen Titeln an. Die Beziehungen zwischen beiden Seiten der Taiwanstraße sind also in der Tat vorangeschritten. Aber China hat seine militärische Aufstellung in der Taiwanstraße bis heute nicht geändert. Deshalb dürfen wir beim Aufbau unserer Armee nicht die geringste Nachlässigkeit zeigen.“
In einem Interview mit dem amerikanischen Wirtschaftsmagazin Forbes ging Präsident Ma ferner auf die kürzliche Äußerung eines chinesischen Offiziellen ein, nach der die Zukunft Taiwans von allen 1,3 Milliarden Chinesen bestimmt werden müsse. Dies sei laut Ma der traditionelle Standpunkt der chinesischen Regierung, der von Taiwan jedoch nicht akzeptiert werden könne. Dies mache zudem deutlich, dass es Peking noch an Verständnis mangele und es seine Hausaufgaben über Taiwan machen müsse.