Taipei – 30. Juni 2014 - Präsident Ma forderte die Vorsitzende der oppositionellen Demokratischen Fortschrittspartei (DPP), Tsai Ying-wen, zu einer Klarstellung ihrer Position beim Austausch mit Festlandchina auf.
Präsident Ma bezog sich dabei auf die zum Teil unfreundlichen Proteste bei der Reise von Zhang Zhi-jun, des Vorsitzenden von Festlandchinas Behörde für Taiwanangelegenheiten (TAO) in Südtaiwan. Die Sicherheitseskorte von Zhang Zhi-jun wurde dabei von der Opposition nahestehenden Gruppen teils mit weißer Farbe und Geistergeld beworfen, beides sind Symbole des Ablebens. Die Reise wurde wegen der Proteste vorzeitig beendet.
„Wir sind eine demokratische, pluralistische Gesellschaft mit dem Recht der Versammlungsfreiheit und des Protestes, doch Gewalt ist niemals toleriert. Ich hoffe, die Vorsitzende Tsai Ying-wen stellt sich dieser gewalttätigen Protestaktion. Dies ist unvermeidlich und darf nicht toleriert werden, wer sich dem nicht stellt, ist heuchlerisch.”
Sollte die DPP wirklich einen Austausch mit dem Festland anstreben, sollte sie sich von dem früheren Verhalten deutlich distanzieren, sagte Taiwans Präsident. Gleichzeitig kritisierte der die Glaubwürdigkeit der DPP, die gegenüber Besuchern vom Festland Höflichkeit ausdrücken will, auf der anderen Seite die parlamentarische Arbeit und Gesetzgebung behindere, welches sich für die Entwicklung der Beziehungen in der Taiwanstraße ungünstig auswirke.