Taipei – 30. Juni 2014 - Zur Förderung des Tourismus auf Taiwans vorgelagerten Inseln hofft Premierminister Jiang Yi-huah auf eine baldige Einführung eines Visums bei Einreise für Besucher aus Festlandchina.
Legale Hürden sollte es bei der Erteilung von Einreisevisas auf den Inseln Kin-men , Matsu und Penghu dabei nicht geben, sagte Premierminister Jiang, allerdings könnten dabei einige Probleme entstehen. Die Einreise- und Tourismusbehörde sei deshalb angehalten worden, diesen Bereich zu untersuchen und Verbesserungen zu unternehmen.
Premierminister Jiang erwähnte dabei die Aufnahme von Gesprächen mit Beijing, um das Monopol von Reiseveranstaltern vom Festland und aus Hongkong für Taiwan besuchende Reisende vom Festland aufzubrechen.
Premierminister Jiang befand sich bei der Übergabe zweier kleiner, bisher nur militärisch genutzter, direkt vor dem Festland liegenden Inseln an die Kreisregierung von Kin-men. Die beiden Inseln sollen nach Umbauarbeiten schrittweise für den Tourismus entwickelt werden.
Trotz der Einrichtung direkter Flugverbindungen über die Taiwanstraße sei der wirtschaftliche Nutzen für Taiwan wegen der monopolartigen Situation geringer als erwartet. Etliche Reiseanbieter vom Festland und Hongkong betreiben in Taiwan auch Hotels und Busunternehmen.
Auch Bürgermeister Hau Long-bin hatte beim Besuch von Zhang Zhi-jun, dem Vorsitzenden der Behörde für Taiwangelegenheiten (TAO) das Problem der „Null-Cent-Reisen“ für Festländer angesprochen. Etliche Veranstalter verdienen ihr Geld mit Zusatzeinnahmen beim Besuch von Souvenirläden und anderen Dienstleistungen.
Taiwans Verband für Qualitätskontrolle des Tourismus sieht als Hauptgründe des Problems die geringe Zahl meist halb-staatlicher Anbieter auf dem Festland. Erst wenn der Markt auf dem Festland für die mehr als 400 interessierten Reiseanbieter aus Taiwan geöffnet werde, könne das Problem der „Gratisreisen“ überwunden werden, so Taiwans Verband für touristische Quälitätskontrolle.