Taipeh – 1. März 2014. Die Ausbeutung von ausländischen Wanderarbeitern in Taiwan ist einer der Hauptkritikpunkte im neuesten Menschenrechtsbericht des US-Außenministeriums. Der Bericht für 2013 wurde am Donnerstag in Washington veröffentlicht.
Das US-Außenministerium griff insbesondere die Behandlung ausländischer Haushaltshilfen und Fischer durch ihre Vermittler heraus. Außerdem wies der Bericht darauf hin, dass die Reallöhne für Taiwans Arbeiter auf ein Niveau gefallen seien, das unter demjenigen von vor 14 Jahren liegt.
In allen Erwerbsbereichen gebe es Verstöße gegen die gesetzlich festgelegten Arbeitszeiten, was der Bericht auf die nur geringe Anzahl von 294 Arbeitsinspektoren zurückführt, die von Taiwans Regierung angestellt sind.
In seiner Antwort wies Taiwans Arbeitsministerium auf seine Anstrengungen im Hinblick auf Fortbildungsprogramme hin und teilte mit, dass man darum bemüht sei, die Rechte der Arbeiter zu schützen und die einheimischen Arbeitsbedingungen zu verbessern.
Vize-Arbeitsminister Chen I-min gab zu, dass sich die Löhne in Taiwan in einem „niedrigen Bereich“ befänden und fügte hinzu, dass das Ministerium den Arbeitern dabei helfe, sich fortzubilden. Nach Angaben des Ministeriums haben 65 Prozent von Taiwans Arbeitern zwei freie Tage pro Woche, laut Chen ein Zeichen für „gute Bedingungen“ auf Taiwans Arbeitsmarkt.