Taipei – 2. Juli 2014 - Taiwans Kabinett fasst eine Steuerreform bei der Besteuerung von Gewinnen aus Immobilienverkäufen ins Auge.
Dies teilte Premierminister Jiang Yi-huah am Mittwoch auf einem Forum der Academia Sinica, Taiwans führendendem Forschungsinstitut, mit. Auf dem Forum stellten Wissenschaftler ihre Vorschläge zur zukünftigen Politikgestaltung vor. Erstmalig war dazu der Premierminister eingeladen.
Wie Taiwans Premier sagte, habe man bereits dass Finanzministerium gebeten, Taiwans Steuersystem in diesem Bereich an internationale Trends anzupassen.
Unter dem jetzigen System wird beim Verkauf einer Immobilie lediglich der Wertzuwachs auf das Land besteuert. Steuerbemessungsgrundlage ist dabei der zum An- und Verkaufszeitpunkt von der Regierung festgelegte Wert, der nur einen Bruchteil des Marktwertes ausmache und auf dem Grundstück befindliche Gebäude nicht einschließe.
Premier Jiang wies noch darauf hin, dass die Regierung nicht in der Lage sei, alle der gemachten Vorschläge umzusetzten. Die erneute Anhebung der Besteuerung von Unternehmensgewinnen von 17% auf 25% könne erst bei einer günstigeren Wirtschaftslage und stabileren Bedingungen erfolgen. Ebenso hielt er den Zeitpunkt für die Einführung einer Ökostromsteuer für nicht günstig.
Für die weitere Regierungsarbeit begrüßte er die Einrichtung einer Gesprächsplattform der verschiedenen Ministerien und der Wissenschaft. Akademische Meinungen seien hilfreich für die politische Planung, sagte Premierminister Jiang.