Taipei – 7. Juli 2014 - Am heutigen Montag wurde auf einer Sonderausstellung dem 77. Jahrestag des „Zwischenfalls an der Marco-Polo-Brücke“ gedacht. Die Gedenkveranstaltung war teil der Sonderausstellung zur 120. Verjährung des ersten Sino-Japanischen Krieges , der Zwischenfall an der Marco-Polo-Brücke bedeutete den Beginn des zweiten Sino-Japanischen Krieges.
Präsident Ma Ying-jeou sagte bei seiner Eröffnungsrede zur Veranstaltung vor Journalisten, dass dieser Krieg ein sehr brutaler und grausamer Krieg gewesen sei, der aber auch positive Veränderungen brachte. Er machte China zu einer der vier führenden Länder, beendete alle ungleichen Verträge und Japan gab die Souveränität über Taiwan an die Republik China zurück.
Präsident Ma betonte, dass zwar die Kairo-Deklaration, die Potsdam-Deklaration und andere Verträge zwischen der Republik China und Japan alle ausdrückten, dass die Souveränität von Taiwan und den Pescadoren an die Republik China zurückgegeben wurde, der Status der Diaoyutai-Inseln jedoch unklar bleibe.
„Wir dürfen nicht vergessen, dass die Diaoyutai das erste Gebiet Chinas war, welches von den japanischen Aggressoren besetzt wurde. Drei Monate vor der Unterzeichnung des Vertrags von Shimonoseki ordnete Japans Kabinett die Markierung der Diaoyutai als japanisches Gebiet an. Diese Aktion wurde nicht angekündigt, diese Besetzung chinesischen Bodens ist daher nach internationalem Recht nicht gültig. Diaoyutai wurde 50 Jahre von Japan verwaltet, fällt aber unter den Vertag von Shimonoseki.“
Taiwans Präsident sagte, dass man zwar Fehler in der Geschichte verzeihen, diese aber nicht vergessen könne. Zwar habe Taiwan mit Japan ein Fischereiabkommen unterzeichnet, doch werde die Regierung bei territorialen und die Souveräntität betreffenden Fragen keinen Zentimeter nachgeben.