Taipei – 9. Juli 2014 - Taiwans Beziehungen zur Europäischen Union (EU) haben sich wirtschaftlich und kulturell in den letzten Jahren vertieft, trotz eines nahezu stagnierenden Warenhandels.
Allerdings hätten sich der Handel mit Dienstleistungen in den letzten 10 Jahren verdoppelt, teilte das Wirtschafts- und Handelsbüro der EU in Taiwan in seinem neuen Bericht zu den bilateralen Beziehungen zwischen beiden Seiten mit.
Das Handelsvolumen belief sich 2013 auf 38,6 Mrd. EUR, wies aber seit dem Jahr 2005 kaum noch Wachstum auf. Allerdings halbierte sich der Handelsüberschuss Taiwans in den letzen 10 Jahren und belief sich im letzten Jahr auf 5,6 Mrd. EUR.
Besser entwickelte sich der Handel mit Dienstleistungen, der sich in den letzten 10 Jahren von 3,8 Mrd. EUR auf knapp 8 Mrd. EUR erhöhte. Auf die EU entfiel dabei ein Anteil von 5 Mrd. EUR.
Die ausländischen Direktinvestititon der EU in Taiwan konnten sich von 2011 auf 2012 mit 870 Mio. EUR nahezu verdreifachen, Taiwans Investitonen in der EU blieben weiter niedrig.
Frederic Laplanche , der Leiter des EU-Handelsbüros wies dabei auf den großen Absatzmarkt von 500 Mio. Menschen mit hoher Kaufkraft in der EU hin. Die Zahl der nach Taiwan Reisenden Europäer stieg im letzten Jahr um 10% auf knapp 300.000.