Taipeh – 12. Juli 2014. Jeder, der für Taiwan kämpft, sei ein Taiwaner. Mit diesen Worten wandte sich Präsident Ma Ying-jeou heute an die Teilnehmer einer Veranstaltung für Immigranten-Modellfamilien in Taipeh. Neben dem Präsidenten und KMT-Parteivorsitzenden Ma waren auch Bürgermeister Hau Lung-bin und dessen Nachfolge-Kandidat von der regierenden KMT Sean Lien anwesend.
Ma sagte, dass Taiwan schon seit Urzeiten eine Einwanderer-Gesellschaft sei, von denen manche früher, andere später auf die Insel gekommen seien. In der Stadt Taipeh liege der Anteil von Menschen von außerhalb sogar bei zwei Dritteln. Der Präsident sagte: „Wir wollen jeden dazu ermutigen, weiter für dieses Land zu kämpfen, egal, ob man zu den Einwanderern aus früherer oder späterer Zeit gehört. Solange man Opfer für dieses Land und seine Bewohner erbringt, ist man ein Taiwaner. Alle müssen sich gemeinsam anstrengen, damit Taiwan noch besser wird.“
Bürgermeisterkandidat Sean Lien sagte, dass während der Regierungszeit Mas bereits viele unnötige Bestimmungen für Einwanderer nacheinander abgeschafft worden seien. Außerdem gebe es bereits viele Gruppierungen, die sich um die Angelegenheiten von Einwanderern in Taiwan kümmerten. Nach seiner Ansprache besichtigte der Präsident mehrere Essstände mit Spezialitäten aus den Herkunftsländern der so genannten Neuen Einwanderer. Die Bezeichnung wird hauptsächlich für Einwanderer aus China und südostasiatischen Ländern verwendet.