Taipei – 14. Juli 2014 - Taiwans Wirtschaftsministerium lehnt einen Aufschlag für die im Rahmen des geplanten Warensabkommens mit Festlandchina zollbegünstigten Produkte ab.
Ein Politikberater hatte die Einführung eines Zuschlags vorgeschlagen, mit dessen Erlösen die von dem Wirtschaftsabkommen benachteiligten Branchen gefördert werden sollten.
Vizewirtschaftsminister Duh sprach sich am Montag gegen diesen Vorschlag aus. Ziel des Warenabkommens sei es, taiwanische Produkte durch die Zollsenkung wettbewerbsfähiger auf dem Markt in Festlandchina zu machen, die Einführung eines Zuschlages würde diesen Effekt zunichte machen, sagte Vizwirtschaftsminister Duh.
„Damit werden die Vorteile der Exporteure gleich wieder abgezogen. Deren Wettbewerbsfähigkeit steigt wegen der Zollbefreiung, daher exportieren sie. Wenn sie zum Beispiel von China eine Steuerbefreiung von 5% erhalten, haben sie die gleichen Bedingungen wie Südkorea, wenn wir ihnen aber wieder 3% abziehen, verlieren wir diesen Vorteil wieder an Südkorea.“
Vizeminister Duh wies weiter darauf hin, dass es weltweit kein Fallbeispiel für einen Exportaufschlag nach dem Abschluss eines Freihandelsabkommens gäbe.